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Hubschrauber

a Hubschrauber FlugIst es schwierig einen Modellhubschrauber zu steuern? Das ist eine der häufigsten Fragen. Stellen sie sich vor, sie haben zwei Kugeln übereinander. Mit der unteren Kugel steuern sie das Gleichgewicht der oberen Kugel, so dass diese nicht herunterfällt. Zusätzlich hierzu muss der Heli in der Höhe und seine Drehung um die Hochachse gesteuert werden – somit sind vier Funktionen gleichzeitig zu steuern. Ungefähr so kann man sich das Fliegen eines Modellhubschraubers vorstellen. Nicht gerade einfach aber mit etwas Geduld durchaus erlernbar.

Da der Modellhubschrauber nicht eigenstabil fliegt, erfordert es ein ständiges Maß an Steuerbefehlen in allen Freiheitsgraden. Ein Anfänger ist hiermit sehr schnell überfordert. Durch intensives Training, z.B. an einem Flugsimulator, oder dem Besuch einer Modellflugschule zeigen sich sehr schnell Erfolge.

 

Der erste kommerziell erhältliche Modellhubschrauber war eine Bell Huey Cobra. Diese wurde 1972 auf der Messe in Nürnberg von Dieter Schlüter vorgestellt. Seither erfuhren die Modellhubschrauber eine rasante Entwicklung. Angefangen mit Verbrennungsmotoren über Hochleistungselektroantriebe bis hin zur Gasturbine, wurden Antriebskonzepte geschaffen die dem Original in nichts nachstehen.

 

a Hubschrauber TurbinenmechanikZur Steuerung eines Modellhubschraubers gibt es zwei Möglichkeiten. Bei Variante eins haben die Rotorblätter einen festen Anstellwinkel. Höhenänderungen des Modells erfolgen über eine Variation der Rotordrehzahl. Bei Variante zwei wird die Rotordrehzahl konstant gehalten und das Steigen und Sinken wird über eine gleichsinnige Verstellung der Rotorblattanstellwinkel (Kollektive Blattverstellung) erreicht. Eine Richtungsänderung erfolgt jeweils über die sogenannte zyklische Blattverstellung. Hier ändert sich die Anstellung der Blätter über Rotorumlauf. Dadurch wird die Rotorkreisscheibe geneigt und der Heli fliegt in die entsprechende Richtung.

Um einen Hubschrauber um die Hochachse zu stabilisieren und zu steuern wird ein Heckrotor benötigt. Das gilt allerdings nicht für den Koaxialrotor, oder den Tandemrotor. Das Drehmoment wird hier durch einen gegensinnig laufenden gleich großen Rotor ausgeglichen.

 

 

a Hubschrauber GroessenvergleichModellhubschrauber gibt es in ganz unterschiedlichen Größen, von Kleinstmodellen mit nur wenigen 10 Gramm, über Wettbewerbsmodelle mit etwa 1,6 m Rotordurchmesser bis zu turbinengetriebenen Großmodellen mit über zwei Metern Rotordurchmesser.

 

 

a Hubschrauber ModelleIm sportlichen Bereich werden sowohl nationale wie auch internationale Wettbewerbe ausgetragen. In der Klasse F3C gibt es zwei Programme mit verschiedenem Schwierigkeitsgrad. Das einfachere wird z.B. im deutschen Sportpokal (F3C-Sport) geflogen, während in der Bundesliga und international das schwierige Programm (F3C-FAI) verlangt wird.

Eine weitere Klasse ist die F3N, besser bekannt unter dem Begriff „"3D“. Hier müssen bis zu 40 Flugmanöver geflogen werden. Die Präzession der Ausführung ist in jedem Fall wichtig. In beiden Klassen werden Verbrennungs- und Elektromotoren eingesetzt, daneben gibt es noch eine reine Elektroklasse (F5C).

Abgesehen von turbinengetriebenen Modellen werden bei uns alle Arten von Hubschraubermodellen geflogen. Besonders spektakulär sind hierbei die „"3D“ Flüge unseres Piloten Thorsten Lang und die F3C Programme des ehemaligen Bundesligapiloten Peter Pratter.